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„1-2-4-Alle“ – wie Sie Ihre Mitarbeiter in Meetings aktivieren

Regelmäßige Team-Meetings gehören – egal ob in der Kanzlei oder per Videokonferenz – zum guten Ton der Zusammenarbeit. Doch manchmal schleicht sich das Gefühl bei dem einen oder der anderen Chefin ein, dass das eher eine Einbahnstraße ist. Es wird über aktuelle Kanzleigeschehnisse berichtet, doch wirklich viel kommt nicht aus dem Mitarbeiterkreis zurück. Die Abschlussfrage „Wer hat noch was“ oder nach einer Präsentation das obligatorische „Was haltet Ihr davon?“ wird mit gesenktem Kopf quittiert. Im besten (oder eher das Gegenteil) Fall melden sich die üblichen Verdächtigen und halten umständliche Monologe darüber, warum etwas mal wieder nicht funktioniert.

Und selbst wenn Ihre Kommunikationskultur in der Kanzlei bereits richtig gut ist und rege Diskussionen während der Teammeetings stattfinden – es gibt immer ein paar stillere Mitarbeiter, die nicht so oft zu Wort kommen, obwohl sie durchaus etwas zu sagen haben.

Für den aktuellen Podcast der Leseoptimistin habe ich dazu ein Buch entdeckt, das richtig gute Ansätze und Lösungen aufzeigt, wie alle Mitarbeiter in Innovationsprozesse und Diskussionen miteinbezogen werden können. Insgesamt sind es 33 Methoden, die Sie auf der Webseite www.liberatingstructures.de auf Deutsch nachlesen können.

Die Grundlagentechnik, die bei allen weiteren Techniken ebenso genutzt werden kann, nennt sich 1-2-4-Alle und ist wirklich empfehlenswert.

Wie funktioniert 1-2-4-Alle?

Erstens, die Einladung mit einer konkreten Frage

Das Thema in Form einer Frage formulieren und am besten in die Einladung für das Treffen gleich aufnehmen, z.B.

  • wie gelingt es uns 80  (90 / 100) % der Mandanten auf digitale Zusammenarbeit umzustellen?
  • wie können wir Homeoffice und Kanzleipräsenz sinnvoll miteinander kombinieren?
  • wie können wir die digitale Zusammenarbeit mit Mandanten so gestalten, dass konkrete Effizienzeffekte spürbar werden?

Zweitens, der Ablauf – Dauer 12 Minuten

  • Schritt 1: Jeder macht sich allein Gedanken zur Fragestellung und notiert Stichworte dazu (1 Minute)
  • Schritt 2: Paarweise werden die Gedanken dazu ausgetauscht und weiterentwickelt (2 Minuten)
  • Schritt 3: Zwei Paare tauschen sich aus über Gemeinsamkeiten und Unterschiede (4 Minuten)
  • Schritt 4: Frage an die Vierergruppen „Welche Idee fand Eure Gruppe besonders bemerkenswert?“ Jede Gruppe stellt eine wichtige Idee vor (5 Minuten). Dieser Schritt kann bei Bedarf wiederholt werden.

Mein Podcast-Partner StB Martin Winkler hat die Methode schon ausprobiert und sofort einen AHA-Moment mit seinem Team erlebt.

Welche weiteren Techniken für uns noch besonders bemerkenswert sind, können Sie direkt hier nachhören. 

„1-2-4-Alle“ – wie Sie Ihre Mitarbeiter in Meetings aktivieren

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