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Reverse Mentoring – verkehrte Welt?

29. August 2018 |

Microsoft tut es – und mit Erfolg. Zumindest lese ich es gerade …

„Umgekehrtes“ Mentoring meint, ein junger, relativ unerfahrener Mitarbeiter wird Mentor für einen älteren Mitarbeiter – oder vielleicht für seinen Chef.

Der Hintergrund: Bei fachlichen Fragen und auf vielen anderen Gebieten im Unternehmen (Orga, …) mag der „Junge“ total unerfahren sein. Durch seine späte Geburt hat er aber großes Wissen im Bereich Internet und Social Media. Bei vielen Dingen auf diesen Gebieten ist er zumindest einfach „mutiger“ und probiert Dinge aus.

Für mich heißt das einfach gesagt: Wir lernen in der Kanzlei auf jedem Gebiet immer von dem, der es am besten kann.

Sicher wird es Widerstände geben: Die älteren Mitarbeiter tun sich manchmal schwer Rat von den „Jungspunden“ anzunehmen. So habe ich es anlässlich eines Digitalisierungsworkshops in einer Kanzlei erlebt: Die ältere Mitarbeitern kam mit „der Art“ des Azubis nicht klar. „Er rollt mit den Augen, wenn ich etwas nicht sofort verstehe.“

Junge Menschen haben eben auch auf dem Gebiet der Kommunikation und der Diplomatie noch nicht viel Erfahrung…

Auf der anderen Seite – wie oft habe ich Augenrollen gesehen, wenn der Azubi nicht beim zweiten Mal etwas sofort richtig gemacht hat …

In einer anderen Kanzlei habe ich aber auch ein sehr positives Beispiel gesehen: Der Azubi bringt der erfahrenen Bilanzmitarbeiterin die Technik näher, dafür bringt sie ihm Bilanzierung bei. Ein echtes Dream-Team. Die Voraussetzung: Toleranz und Respekt – und zwar gegenseitig.

Ich wünsche mir mehr solche Dream-Teams – vielleicht gehen Sie als Chef mit bestem Beispiel voran und lassen sich von Ihrem Azubi mal Facebook oder Instagram erklären.

Move on.

Reverse Mentoring – verkehrte Welt?

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